Saturday, 04 September 2010

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Wärmedämmverbundsystem PDF Print E-mail
Written by Dipl.-Ing. Martin Unglaube   
Monday, 06 August 2007

Wärmedämmverbundsystem
Das Verbundsystem entsteht durch das Aufkleben des Dämmstoffs mit Klebemörtel auf die Außenwand bzw. durch mechanische Befestigung mit Dübeln oder mit einem Schienensystem und das Aufbringen einer mehrlagigen armierten Putzschicht aus Armierungsschicht, Armierungsgewebe und Außenputz.

 

 

 

Die wirtschaftlich optimalen Dämmschichtdicken für das WDVS liegen bei 120 bis 160 mm. Bei Passivhäusern sind die heute üblichen Dämmstoffdicken 200 bis 300.mm und U-Werten von 0,11 bis 0,15 W/(m2K).

Bei der energetischen Gebäudesanierung kommt den Wärmedämm-Verbundsystemen eine entscheidende Rolle zu. Wer sein Haus fachgerecht dämmt, kann die Investitionen binnen kurzer Zeit über die Ersparnis bei den Heizkosten erwirtschaften.

Und auch der Staat leistet einen Beitrag: Die Bundesregierung hat das Fördervolumen für das CO2-Sanierungsprogramm vervierfacht.

Im Jahre 2006 wurden 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert. Für gedämmte Wände und Dächer, dichte Fenster und neue Heizungsanlagen konnten mit der KfW-Förderbank 1,5 Milliarden Euro für die Verbilligung von Krediten und für Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt werden. Damit konnten insgesamt Investitionen von insgesamt 11 Milliarden Euro ausgelöst werden.

Als Dämmstoffe kommen nicht nur die bekannten Hartschäume und Mineralwolle-Platten zum Einsatz, sondern künftig auch die Vakuumisolationspaneele. Vakuumisolationspaneele sind hochwärmeisolierende Platten, die bei minimaler Dicke eine bisher nicht erreichte, extrem hohe Wärmedämmung bieten. Das druckstabile Kernmaterial besteht aus einem verpressten, mikroporösen Pulver. Der Pulverkern ist mit einer Hochbarrierefolie unter Anwendung einer speziellen Technik gasdicht verpackt und evakuiert, d.h. luftleer gepumpt.

Sie können überall dort besonders vorteilhaft eingesetzt werden, wo wenig Platz vorhanden ist und dennoch sehr gut wärmegedämmt werden muss.

Sie ermöglichen hoch dämmende und schlanke Konstruktionen insbesondere im Gebäudebereich (z.B. Brüstungselemente, Bodendämmung von Wintergärten, Haustürfüllungen) Wärmeleitfähigkeit: 0,0042 W/(mk) bei 10°C.

Da die bauaufsichtliche Zulassung noch nicht erteilt wurde, werden Objekte mit einer Zustimmung im Einzelfall durch die Behörden erstellt.

Inzwischen haben sich die Energiepreise gegenüber den Werten in den 90-Jahren etwa verdoppelt.

Unter diesen Umständen erweist sich eine Wärmedämmung mit dem Niveau von U-Werten um 0,15 W/(m2K) auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht als rentabel. Doch nicht allein dies spricht für einen guten Wärmeschutz: Auch der verbesserte Bautenschutz und die höhere Behaglichkeit sind wichtige Gründe, nicht an der Wärmedämmung zu sparen.

Spätestens seit der Veröffentlichung der neuen Ergebnisse zur Erderwärmung ist klar:
Wenn unsere Kinder und Enkel noch lebenswerte Bedingungen auf diesem Planeten vorfinden sollen, dann müssen wir heute beginnen, Energie weit effizienter zu nutzen. Wärmedämmverbundsysteme sind ein wichtiges Hilfsmittel dafür.

 
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